Digitalisierung – Praxis und Methode

Digital App Power - Digitalisierung

Digitalisierung” bestimmt seit Jahrzehnten das Tagesgeschäft von Prozess- und IT-Management. Die neue Qualität der Digitalisierung – und die ist durchaus bemerkenswert – ergibt sich aus dem Zusammentreffen von:

\(\textbf { Big Data + Cloud + AI + Availibility} \)

Big Data 
Die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Speicherung enormer Datenmengen

Cloud

Der vereinfachte Zugriff auf Daten- und CPU-Ressourcen über das Internet

AI 

Künstliche Intelligenz auf der Grundlage neuronaler Netze. Der verbesserte Output dieser Technologie begründet sich in Big Data+CPU und dem damit möglichem viel intensiverem Training.

Availibility 

Die örtlich und zeitlich unbegrenzte Verfügbarkeit genannter Dienste (Breitband, Mobile/Smartphone, Sensoren/IoT)  Anm.: Obwohl es hier doch noch sehr gravierende Beschränkungen gibt.

Die neue Qualität

Die neue Qualität besteht in der “Vermenschlichung” . Dank intelligenter Algorithmen ist die Mensch-Maschine-Kommunikation auf dem Weg zum echten Dialog. Noch wichtiger aber, Software und Maschinen sind in der Lage immer mehr komplexe Aufgaben vom Menschen zu übernehmen und diese auch schneller und mit besseren Resultaten zu erledigen.

Hochtrainierte AI-Services auf Grundlage neuronaler Netze verarbeiten komplexe Daten (Bild- und Sprache) mittels Bildanalyse, Spracherkennung, Übersetzung,… in Sekundenbruchteilen und liefern relevante Ergebnisse, wie beispielsweise erkannte Objekte in einem Bild, übersetzte Texte, etc.,. Möglich ist das, da sie mit einer großen Datenmenge trainiert wurden und ebenso mit einer enormen Wissensbasis verknüpft sind. Anm.: Beispielsweise trägt jeder Alexa-, oder Siri-Anwender, … zur Verbesserung der Sprachassistenten bei.

Seien es beispielsweise Scans von Verträgen, handschriftliche Arbeitsnotizen, Vor-Ort Fotos, Sprachdiktate etc. Die Analyse und Bearbeitung dieser komplexen Daten war seit jeher eine Domäne des Menschen!  Die Digitalisierung ändert das nun!

Hinzu kommt die Lernfähigkeit der Systeme. Der Automatisierungsgrad von Geschäftsprozessen wird noch deutlich steigen mit dem Ziel diese vollständig von Maschinen/Software bearbeiten zu lassen. Die Digitalisierung macht das möglich.

Anwendung in der Praxis

Für Unternehmen stellt sich derzeit aber vor allem die Frage nach den praktischen Anwendungsmöglichkeiten dieser Services im Unternehmensalltag und zur Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen. Wie sehen solche Anwendungen aus? Welche Anwendungsszenarien gibt es beispielsweise im Außendienst. Folgend einige praktische und pragmatische Anwendungsbeispiele dazu anhand der XOLUTO Magic-Business-Apps:

 

1) Spracherkennung-Einfach aber effektiv

XOLUTO Magic Business App Speech to Text

2) Scan Arbeitsdokumente (Materialschein, …)

3) Bilder sprechen 1000 Worte

Bildanalyse

Nutzen

  • Einfache  Datenerfassung ohne Tippen, daher
  • Mehr Dokumentation spontaner und aktueller Informationen

Nutzen

  • Textinformation (Materialnummer, Seriennummer) extrahieren, für
  • Sofortige Weiterverarbeitung, für
  • Prozessbeschleunigung, Vermeidung Medienbruch, …

Nutzen

  • Automatisierte Objekterkennung,
  • Automatisierte Erkennung: Auffälligkeiten, Abweichungen
  • Beschreibung aus Bildern extrahieren, und mit
  • Strukturierter Information (Kunde, Produkt, …) verknüpfen

Für Unternehmen bieten die intelligenten Services jetzt die Möglichkeit brachliegende Informationsschätze über Kunden und Märkte zu heben. Plakativ formuliert:

 
  • Aus unstrukturierten Daten werden strukturierte Informationen
  • Aus Bildern werden Worte und Sätze
  • Aus Videos werden Geschichten
  • Aus Gesprochenem wird Text

und damit werden diese komplexe Daten nun einfach(er) verarbeitbar und deren Inhalte können mit DB-Daten verknüpft und analysiert werden. Ein immenser Fortschritt mit viel Potential!

Aber auch bei “intelligenten Lösungen” ist eine exakte Abstimmung und Anpassung an spezifische Prozess- und Anwendererfordernisse erforderlich. Es sind – wie so oft – die Kleinigkeiten die entscheiden. Ebenso ist ein realistischer, pragmatischer Zugang erforderlich. Man darf sich von den neuen, intelligenten Features keine Wunder erwarten. Im Gegenteil, diese erfordern eine sorgfältige Planung und Vorbereitung ihres Einsatzes. Für spezifische Erfordernisse ist auf jeden Fall ein (aufwändiges) Training der Systeme erforderlich, wofür eine gute Datenbasis benötigt wird, welche beschafft und aufbereitet werden muss.

Gerade aber mobile Business Apps eignen sich als Einstieg in die Digitalisierung, da diese einerseits einfach innovative Dienste bereitstellen und andererseits durch ihre Omnipräsenz als Daten-Auffahrrampe dienen können und damit einen wesentlichen Baustein in der Digitalisierungsstrategie darstellen.

Digitaliserungsstrategie – Methodische Vorgehensweise

Das Management ist heute mit der Erwartungshaltung konfrontiert, die Instrumente der “Digitalisierung” für mehr Effizienz und zur Generierung von Geschäftsmöglichkeiten einzusetzen. Es stellt sich damit die Frage welcher “Grad der Digitalisierung” für das Unternehmen erforderlich ist um diese Ziele zu erreichen beziehungsweise anhand der Kosten-Nutzen Relation sinnvoll und machbar ist!

Für eine strukturierte, methodische Beantwortung dieser Fragen ist folgender Ansatz hilfreich.

\(\displaystyle \sum_{i=1}^{Anzahl Geschäftsprozesse}{ BD(i) + CPU(i) + AI(i) + Availibility(i)} \to \textbf{Betriebswirtschaftlicher Nutzen}\)

Für jeden (relevanten) Geschäftsprozess, oder Business Domäne ist also die Frage nach dem effektiven Einsatz der Digitalisierungsinstrumente  zu beantworten welche den maximale Nutzen generieren. Diese Vorgehensweise bietet den Vorteil, dass sich bei einer ganzheitlichen Unternehmensbetrachtung die Segmente identifizieren lassen mit:

 
  • Top-Kandidaten für Digitalisierung: Zukunftssicherung,  Hoher Beitrag zur Wertschöpfung
  • Optimierungspotential (Zeit, Kosten): Priorisieren
  • Ohne Potential

Damit erhält man die wesentliche Grundlage einer unternehmensspezifischen Digitalisierungsstrategie und einer strukturierten Maßnahmenplanung als Leitfaden zur Umsetzung.

 

Conclusio

Ein Unternehmen muss nicht gleich die digitale Weltherrschaft anstreben. Aber eine

  1. proaktive Auseinandersetzung mit dem sich rasant ändernden Umfeld,
  2. eine Bewusstseinsbildung im Unternehmen und
  3. Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie und Planung von Maßnahmen

wird empfohlen. Ich unterstütze Sie gerne dabei!

Über Ihr Feedback und Ihr Interesse würde ich mich freuen

XOLUTO - Karl Perndl